Der Trauer Worte geben - das heißt, die Wahrheiten, die das Leben schrieb und die die Trauer ausfüllen, gelten lassen. Das heißt zugleich, die Antwort der Hinterleibenden auf den seelischen Schmerz, den der Tod bereitet hat, ausdrücken. Das verlangt, einen ehrlichen und (glaub)würdigen Abschied zu bereiten.
Demgemäß: die Puzzle des Lebens erkennen, die geweinten und die stillen Tränen spüren, das offene wie das verhaltene Lachen wiedergeben, Eigenschaften, Eigenheiten, Eigensinnigkeiten benennen, Trost für das Weiter vermitteln, Musik und Literatur einfühlsam mit der Abschiedsrede verknüpfen ...
Die Trauerrede nach einem persönlichen Vorgespräch in der Zeit, die die Trauer zu dieser Zeit braucht, so besonders schreiben und sprechen, so einmalig, wie der Mensch, dem sie gewidmet ist, war und so individuell, wie die Menschen, die sich verabschieden (müssen), sind. |